Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gehört zu den wissenschaftlich am besten untersuchten psychotherapeutischen Verfahren. Sie geht davon aus, dass unser Erleben durch das Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen, körperlichen Reaktionen und Verhalten geprägt wird.
Gemeinsam mit Ihnen betrachten wir belastende Muster und erarbeiten konkrete Strategien, die Sie im Alltag anwenden können. Dabei geht es nicht darum, Ihr Erleben zu bewerten oder einzelne Symptome isoliert zu betrachten. Vielmehr verstehen wir Therapie als gemeinsamen Prozess, in dem Sie lernen, Ihre eigenen Reaktionsmuster besser zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die Verhaltenstherapie bietet einen klar strukturierten Rahmen, der Ihnen Orientierung im Behandlungsprozess gibt. Gleichzeitig wird die Therapie individuell auf Ihre persönliche Lebenssituation mit den jeweiligen Herausforderungen und auf Ihre Ziele abgestimmt.
Typische Bestandteile unserer Behandlung sind:
Zu Beginn definieren wir, welche Veränderungen Sie erreichen möchten und welche Themen im Mittelpunkt Ihrer Behandlung stehen.
Wir betrachten gemeinsam, welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu Ihrer aktuellen Belastung beitragen können.
Sie entwickeln konkrete Werkzeuge, um mit schwierigen Situationen anders umzugehen und langfristig mehr Sicherheit im eigenen Handeln zu gewinnen.
„Eine erfolgreiche Therapie verbindet wissenschaftlich fundierte Methoden mit einem individuellen Verständnis für den Menschen dahinter.“
Dr. med. univ. Andreas Brandstetter
Chefarzt

Die moderne Verhaltenstherapie umfasst heute verschiedene Methoden und therapeutische Schwerpunkte, die wir je nach individueller Situation einsetzen. Welche Elemente sinnvoll sind, hängt von Ihren persönlichen Themen und Ihren individuellen Therapiezielen ab. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir einen passenden Behandlungsansatz.
Zu den möglichen verhaltenstherapeutischen Methoden und Schwerpunkten gehören beispielsweise:
Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) unterstützt dabei, einen bewussteren Umgang mit belastenden Gedanken, Gefühlen und inneren Erfahrungen zu entwickeln. Ziel ist nicht, schwierige Gedanken vollständig zu vermeiden, sondern einen flexibleren Umgang mit ihnen zu lernen und das eigene Handeln stärker an persönlichen Werten auszurichten.
Einsatzbereiche:
ACT kann besonders bei chronischem Stress, Ängsten, depressiven Beschwerden, innerer Anspannung oder dem Gefühl helfen, im eigenen Leben festzustecken.
CBASP ist ein speziell für chronische Depressionen entwickelter psychotherapeutischer Ansatz. Dabei werden persönliche Erfahrungen, zwischenmenschliche Beziehungen und die Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf andere Menschen gezielt betrachtet.
Ein wichtiger Bestandteil ist, neue Erfahrungen in Beziehungen zu ermöglichen und alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Einsatzbereiche:
CBASP wird insbesondere bei länger bestehenden depressiven Erkrankungen eingesetzt, vor allem wenn bisherige Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben oder sich depressive Muster verfestigt haben.
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist ein verhaltenstherapeutischer Ansatz, der den Umgang mit intensiven Emotionen und belastenden Situationen unterstützt. Sie verbindet Strategien zur Veränderung mit dem Aufbau von Akzeptanz und Selbstmitgefühl.
Einsatzbereiche:
DBT-basierte Methoden können besonders hilfreich sein bei Schwierigkeiten der Emotionsregulation, hoher innerer Anspannung, impulsivem Verhalten oder wiederkehrenden Krisensituationen.
Die Metakognitive Therapie (MCT) richtet den Fokus weniger auf einzelne Gedankeninhalte, sondern auf die Art und Weise, wie Menschen mit ihren Gedanken umgehen. Ziel ist es, belastende Grübelprozesse und Sorgen besser zu verstehen und zu verändern.
Einsatzbereiche:
MCT kann insbesondere bei Depressionen, Angststörungen, übermäßigem Grübeln, Sorgenkreisläufen und stressbedingten Belastungen eingesetzt werden.
Die Schematherapie erweitert die klassische Verhaltenstherapie um die Betrachtung tieferliegender Muster, die sich über die Lebensgeschichte entwickeln können. Im Mittelpunkt stehen wiederkehrende emotionale Reaktionen, Überzeugungen und Verhaltensweisen, die in bestimmten Situationen automatisch aktiviert werden.
Einsatzbereiche:
Schematherapeutische Ansätze können insbesondere hilfreich sein bei langanhaltenden Beziehungsmustern, wiederkehrenden Konflikten, Schwierigkeiten mit Selbstwert, starken emotionalen Reaktionen oder wenn sich bestimmte Belastungen trotz Veränderungswunsch immer wiederholen.
Der erste Schritt ist oft die größte Hürde. Doch Hilfe zuzulassen zeugt von Stärke. Wir stehen Ihnen in unserer psychotherapeutischen Ambulanz in Hamburg kompetent zur Seite und begleiten Sie auf Ihrem Weg.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass wir primär Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler aufnehmen. Mehr zur Kostenübernahme finden Sie hier.
